Übung „Note hinzufügen“
Eine der effizientesten Methoden, um schnell schwierige Licks/Linien, Soli oder sogar Begleitungen zu lernen, ist die Übung „Note hinzufügen“.

Was ist die Übung „Note hinzufügen“?
Nehmen wir an, wir haben eine Übung, die überall dort scheitert, wo sie scheitern kann. Die Finger kooperieren nicht, der Kopf weiß nicht, was als nächstes kommt, und die rechte Hand macht etwas ganz anderes, als sie sollte.

Wie können wir das nun aufschlüsseln?
Zuerst sollten die ersten vier Noten funktionieren, bevor wir mit dem schwierigen Teil fortfahren; die nächste Saite.
Also spielen wir zuerst die ersten vier Noten, bis es einem fast ein wenig albern vorkommt. Ich persönlich spiele manchmal kurze Rollen isoliert (also ohne weiterzugehen), bis ich es selbst nicht mehr aushalte. 🙂

Verschiedene Rhythmen
Ein anderer Ansatz bzw. eine Ergänzung zur Isolation von Übungen ist die Änderung des Rhythmus.
Im obigen Beispiel gibt es bis auf die Geschwindigkeit keine besonderen Rhythmen oder irgendetwas Kompliziertes. So kann man den Rhythmus wechseln und schwierige Passagen (Wechsel vom Mittelfinger zum Ringfinger) gut üben, ohne wirklich darüber nachzudenken, was die Finger genau machen müssen.

Die nächste Saite
Der schwierigste Teil dieser Übung ist definitiv der Sprung zur nächsten Saite.
Um diese schwierige Passage gut zu üben, fügen wir unseren vier Noten daher nur eine weitere Note hinzu. Es macht keinen Sinn, fortzufahren, wenn etwas noch nicht gut funktioniert.

Diese Übung kann nun fortgesetzt werden, bis ganze Solos gelernt sind und gespielt werden können.
Qualitätskontrolle Check
Setzen Sie sich ein Ziel und versuchen Sie, es zu erreichen, bevor Sie fortfahren. Mein Ziel war es, die Übung eine Minute lang in einem bestimmten Tempo spielen zu können, ohne einen Fehler zu machen. Wenn ich nach 55 Sekunden einen Fehler machte, musste ich von vorne beginnen. So werden aus einer Minute schnell 15 Minuten. 🙂
Als ich mein Ziel erreicht hatte, habe ich die Geschwindigkeit etwas erhöht (ca. 5 Schläge pro Minute).
Der Vorteil ist, dass wenn man die ersten fünf Noten wirklich gut geübt hat, die nächsten 10 Noten nicht schwieriger werden. Sie haben bereits in den ersten paar Noten alle Voraussetzungen der Übung geübt und müssen nicht noch einmal von vorne beginnen.